Stehlager – geteilt oder ungeteilt?

Wo präzise und leicht montierbare Lagerung erforderlich ist, werden ungeteilte Gehäuse eingesetzt.

Stehlagergehäuse gibt es in zwei Ausführungen. Geteilt und ungeteilt. Bei geteilten Gehäusen ist das Oberteil abnehmbar und durch Spannstifte zentriert. Dies wiederum erleichtert den Einbau und die Wartung. Oberteile dürfen nicht ausgetauscht werden.
Verwendungsbeispiele hierfür sind: Fördereinrichtungen, Maschinen der Verfahrenstechniken, Riemengetriebe, Textilmaschinen, Labormaschinen oder auch Prüfstände, um nur einige zu nennen. Diese Gehäuse sind dann zweigeteilt und unter anderem auch für den Ventilatorenbau entwickelt worden. Einteilige Gehäuse sind einfach zu montieren, leicht zu warten und haben eine reibungsarme und wirksame Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit. Ferner können sie Öl- oder fett geschmiert sein.

Y-Lager werden generell als Spannlager bezeichnet und sind mit einem Standard- oder Innenring ausgestattet, der auf einer oder beiden Seiten verlängert wird. Diese Art der Lager sind immer einreihig und versiegelte Innenrollenlager, mit kugeliger Außenfläche. Um eine Y-Lagereinheit zu bilden, sind Y-Lager in den zugehörigen Gehäusen montiert. Die unterschiedlichen Lager-Serien unterscheiden sich in der Art und Weise des Lagers auf der Welle. Da diese Lager versiegelt sind, eigenen sie sich für Anwendungen, bei denen Lager starken Verschmutzungen von Staub und Wasser ausgesetzt sind. Ebenfalls ist eine lange Haltbarkeit durch hervorragende Dichtung garantiert. Die einzelnen Y-Lagerbaureihen unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Art ihrer Befestigung auf der Welle. Diese kann durch die Spannung erfolgen oder durch zwei Gewindestifte im Innenring, einen Exzenterring mit einem Gewindestift und einer Spannhülse. Bestimmte Lagergehäuse ergeben in Kombination mit Y-Lagern die angesprochenen Y-Lagereinheiten. Sie können fertigungs- und montagebedingte Fluchtungsfehler der Welle ausgleichen. In landwirtschaftlichen Maschinen, Baumaschinen, Textilmaschinen, Verpackungsmaschinen, Förderanlagen und Lüftern finden sie ihre Verwendung. Der Außenring ist mit zwei Schmierbohrungen versehen. Sie sind verwendbar bei Temperaturen zwischen -30 Grad und +100 Grad, was eine hohe Flexibilität ermöglicht, was besonders für ihre Anwendungsbereiche nötig ist, da Maschinen dieser Art bei jedem Wetter nutzbar sein müssen.

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